Die einzelnen Ortsteile sind überwiegend von Weinbau geprägt.
Der Wein spielte schon seit Jahrhunderten eine große Rolle, die erste urkundliche Erwähnung ist bereits aus dem Jahr 1335 zu entnehmen.
Durch die ungewöhnliche Anbaufläche von 270 ha, zählte unsere Gemeinde schon im letzten Jahrhundert zu den größten Weinbaugemeinden in der Umgebung.
Bekannte Anbauflächen sind das „Siebeneicher Himmelreich“,der „Geddelsbacher Schneckenhof“ der
„Schwabbacher Schlossberg“ und der„Lindelberg“.
Auf den sanften Hügeln wachsen ausgesprochen extraktreiche Weine heran.
Feinschmecker haben sie längst schon entdeckt, denn hier entstehen Weine von überregionaler Wertschätzung.Fast jeder Ortsteil hat eine Kelter, zumeist langgestreckte, breitschultrige Bauten.
Gekeltert wird heute darin nicht mehr. Die Gebäude sind teilweise renoviert
und durch das tolle Ambiente auch beliebt für festliche Anlässe.
Der Weinbau hat Tradition in Bretzfeld.
Darum hat die Gemeinde auch ihren eigenen historischen Weinberg.
Hier wurden 1994 169 Rebstöcke verschiedenster heimischer Sorten gepflanzt.
1995 kamen dann weitere 52 Rebstöcke dazu.
Jede Rebsorte hat sein eigenes Täfelchen an dem der Betrachter Riesling, Kerner, Müller-Thurgau, Silvaner, Ruländer, Traminer Gutedel, Schwarzriesling, Spätburgunder, Dornfelder, Helfensteiner, Lemberger, Trollinger und Samtrot erkennen kann.
Seit dem Jahre 1996 gibt es den gemeindeeigenen Wein in 0,75 L Flaschen. Der aus 17 Rebsorten bestehende Schillerwein wird zu besonderen Anlässen, Jubilaren oder Geburtstagen als Repräsentationsgeschenk verwendet und findet immer wieder ein positives Echo.
Zu diesem Ergebnis beigetragen hat insbesondere auch die Tatsache, das jeder Jahrgang mit einem neugestalteten Etikett verschönert wurde. Von Anfang an wurde dazu die Kunst AG des Bildungszentrums Bretzfeld gewonnen, wobei Herr Helmut Anger die Schülerinnen und Schüller stets zu tollen Leistungen anspornen konnte, was die Weinetiketten auf den nun schon 9 verschiedenen Jahrgängen beweisen.