Wasserverband Neuenstadter Brettach
Sitz in 74626 Bretzfeld
Aus der Arbeit der Verbandsversammlung
Neuwahl der Verbandsführung
Der Verbandsvorsitzende und sein Stellvertreter werden jeweils auf die Dauer von fünf Jahren von der Verbandsversammlung in ihr Amt gewählt. Wie bereits in der Vergangenheit üblich, wählte das Gremium auch dieses Mal den Bretzfelder Bürgermeister Thomas Föhl zum Verbandsvorsitzenden und den Neuenstadter Bürgermeister Norbert Heuser zum stellvertretenden Verbandsvorsitzenden.
Beide üben dieses Amt seit langer Zeit aus und hatten sich vorab bereit erklärt, den Verband auch bis Ende 2017 zu führen.
Ferner wurde ausgelöst durch einen Personalwechsel im Hauptamt der Gemeinde Bretzfeld auch die Stelle der Verbandsrechnerin frei und war somit neu zu besetzen. Seit 1. November 2012 ist Frau Elke Piehlmaier stellvertretende Hauptamtsleiterin und hat sich seitdem auch in die Arbeit als Verbandsrechnerin eingearbeitet.
Sie wurde vom Gremium ebenfalls einstimmig in dieses Amt bestellt.
Feststellung der Jahresrechnung 2012
Nach vielen Jahren großer Investitionen in den Hochwasserschutz war das Haushaltsjahr 2012 vom Abklingen dieser Baumaßnahmen gekennzeichnet. Im Verwaltungshaushalt, der die laufenden Einnahmen und Ausgaben abbildet, konnte mit rund 72.000 € Ausgaben und Einnahmen ein unter den Erwartungen liegendes Ergebnis abgerechnet werden. Da sich die laufenden Kosten günstiger als erwartet darstellen ließen, konnte auch die Betriebskostenumlage von den Verbandsmitgliedern um mehr als 13.000 € niedriger mit nunmehr 49.673 € abgerechnet werden.
Der Vermögenshaushalt belegt die Investitionstätigkeit des Verbandes. Im Wesentlichen waren noch Mittel für den Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens Gabelbach, welches in 2012 nicht vollständig fertiggestellt werden konnte, erforderlich. Der Vermögenshaushalt schließt insgesamt mit knapp 370.000 €, die veranschlagten Investitionsbeiträge der Mitglieder lagen unter den Planansätzen.
Aus dem Gremium wurden keine Fragen an die Verbandsverwaltung gerichtet. Einstimmig wurde der Rechenschaftsbericht für das Jahr 2012 beschlossen.
Haushaltsplan für das Jahr 2013
Der Gesamthaushalt für das Jahr 2013 schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von voraussichtlich 338.824 €.
Im Verwaltungshaushalt sind für den laufenden Betrieb 87.021 € veranschlagt. Tarifliche Lohnerhöhungen sowie mit Inbetriebnahme des Hochwasserrückhaltebeckens Gabelbach ausgelöste zusätzliche Unterhaltungsaufwendungen für Wartung, Strom, Telefon usw. führen zu einem Anstieg der laufenden Kosten um rund 2.200 €.
Im Vermögenshaushalt rechnet die Verbandsverwaltung mit Gesamtkosten in Höhe von 251.803 €. Der Hauptbetrag in Höhe von 250.000 € ist für die Restabwicklung des Neubaus Hochwasserrückhaltebecken Gabelbach veranschlagt.
Interessant ist ein Blick in die mittelfristige Finanzplanung des Verbandes. Durch die derzeit vom Land Baden-Württemberg erarbeiteten Hochwassergefahrenkarten ist Abstimmungsbedarf zwischen den dortigen Ergebnissen und den Annahmen des Verbandsbauprogrammes entstanden. Dies wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Verbandsverwaltung hofft, bei der nächsten Verbandsversammlung im Jahr 2014 den Planungsauftrag für ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken in Auftrag geben zu können. Bei günstigem Verlauf der Planungen samt Grunderwerb und ähnlichen Fragen könnte 2016 frühestens der Startschuss für ein weiteres Hochwasserrückhaltebecken sein. Veranschlagt ist hierfür eine erste Rate in Höhe von 1 Mio. €.
Einstimmig wurde die Haushaltssatzung und der Haushaltsplan für das Jahr 2013 vom Gremium beschlossen.
Bericht über den aktuellen Baustand am Hochwasserrückhaltebecken Gabelbach
Der Verbandsvorsitzende informierte das Gremium über die weitestgehende Fertigstellung des Hochwasserrückhaltebeckens Gabelbach auf Gemarkung Scheppach. Die eigentlichen Bauarbeiten sind schon seit einigen Monaten abgeschlossen, in der Zwischenzeit konnte auch die Elektro-, Meß-, Steuer- und Regeltechnik, also das eigentliche intelligente Innenleben des Hochwasserrückhaltebeckens installiert und per Datenfernübertragung abrufbar für die verantwortlichen Stellen eingerichtet werden. Die daraus resultierenden Daten wurden auch an das planende Ingenieurbüro geliefert, so dass nun der Entwurf der Betriebsvorschrift fertig ist und vom Landratsamt Hohenlohekreis geprüft werden kann. Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, erfolgt die vorläufige wasserrechtliche Abnahme und damit quasi das „Scharfstellen“ des Beckens. Geringfügige Restarbeiten sind dann noch im Bereich der Landschaftspflegerischen Arbeiten fertigzustellen, anschließend können noch offene Honorare und der Zuschuss beim Land Baden-Württemberg abgerechnet werden. Voraussichtlich im Herbst 2013 findet dann die offizielle Einweihung des Beckens statt.
Abgelaufenes Hochwasserereignis am 31. Mai/1. Juni 2013
Sowohl der Verbandsvorsitzende als auch der Betriebsbeauftragte beim Landratsamt Hohenlohekreis, Herr Anton Rupp, informierten die Verbandsmitglieder ausführlich über das zuletzt abgelaufene Hochwasserereignis und erneut über die Grundannahmen, die der Steuerung der Becken zugrunde liegen. Für die interessierte Bevölkerung, die auch beim diesmaligen Hochwasserereignis teilweise mit Fragen an den Verband herangetreten sind, wird in den nächsten Wochen eine ausführliche Darstellung des abgelaufenen Ereignisses samt meteorologischen Grunddaten und der Schutzfunktion der Hochwasserrückhaltebecken stattfinden. Die interessierte Bevölkerung kann sich dann erneut ein Bild darüber verschaffen, wie der Hochwasserschutz im Brettachtal funktioniert, aber auch welche Restrisiken bei einer falschen Steuerung der Becken bestehen würden.
Bis die Verbandsverwaltung alle Daten ausgewertet hat, bitten wir um entsprechende Geduld.
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