Aktuelles: Gemeinde Bretzfeld

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Neues Kabarett- und Comedy-Festival in Bretzfeld

Autor: Frau Seiler
Artikel vom 21.09.2021

ZUNGENSPITZERFESTIVAL im Oktober in Waldbach

Vorhinweis und Interview mit dem Veranstalter Tilmann Lucke  
Vom 19. bis 23. Oktober 2021 richtet der gebürtige Waldbacher und mittlerweile in Berlin lebende,  mehrfach ausgezeichnete Kabarettist Tilmann Lucke zusammen mit erfolgreichen Berufskollegen das neu initiierte Zungenspitzerfestival aus.
Im Rahmen des Bundesförderporgrammes „Neustart Kultur“ bietet der politisch-literarische Kabaraettist Tilmann Lucke in der Zwickmühle in Bretzfeld-Rappach ein Förderseminar für Comedy und Kabarett für junge Nachwuchsentertainer an.
Hierzu hat er eine Reihe erfolgreicher Berufskolleginnen und –kollegen nach Bretzfeld eingeladen, die zum Einen den Nachwuchskünstlern ihre Erfahrung und Tipps und Tricks weitergeben und zum anderen jeweils einen Abendauftritt in Bretzfeld gestalten.
Nach Rücksprache mit der Kirchengemeinde und der Verwaltung stehen mit der Waldbacher Kilianskirche und der Halle in Waldbach auch gute Veranstaltungsorte zur Verfügung, so dass einer Woche mit vielfältigen, bunten und fröhlichen Kabarettabenden nichts entgegenstehen dürfte.
Damit dürfen sich die Bretzfelder und die Gäste aus nah und fern auf die erste Auflage des neuen Comedy- und Kabarett-Festivals freuen. Endlich wieder unbeschwerte Kultur und Freude in unserer Gemeinde.  
Im Vorfeld ergab sich Gelegenheit für ein Gespräch zwischen Bürgermeister Martin Piott und Tilmann Lucke.
Gemeinde Bretzfeld: Herr Lucke, wie kommen Sie gerade jetzt dazu in diesen bewegten Zeiten ein neues Kabarett- und Comedyfestival zu initiieren?
Tilmann Lucke: Mit einem zweigeteilten Konzept aus Seminar für Nachwuchskünstler und Auftrittsfestival konnte ich die Bundes-Verantwortlichen davon überzeugen im Rahmen des Programmes „Neustart Kultur“ eine mehrjährige Förderzusage für das Zungenspitzerfestival zu geben.
G.B.: Kann man denn „Lustig-Sein und spaßige Unterhaltung" des Publikums überhaupt erlernen?
T.L.: Die Anfänge und Grundlagen müssen bei jedem Künstler schon da sein. Der Impuls selbst auf die Bühne zu wollen muss aus einem selbst kommen und die Überzeuung, dass man was zu sagen hat sollte auch jeder von sich aus mitbringen. Spätestens das Publikum merkt sehr deutich, ob ein Künstler eine gewisse Bühnenpräsenz mitbringt oder nicht.
G.B.: Wie hat sich das bei Ihnen entwickelt ?
T.L.: Mittlerweile habe ich über 100 Auftritte absolviert, da entwicklet man dann auch bei den Auftritten ein gesprür und hat auf viele auftretende Fragen auch schon Antworten parat und trotzdem kann es immer etwas neues und Unerwartetes geben, wo man sich aber nicht erschrocken zeigen darf.
G.B.: Wie kommt man dazu ein Seminar für Kabarett- und Comedynachwuchskünstler anzubieten?
T.L: Auch ich habe schon frühzeitig von Seminaren und Kursen in der Deutschen Schülerakademie profitiert und bereits als Schüler meinen ersten Auftritt im HGÖ Gymnasium in Öhringen gehabt. Bereits von Anfang an entwickelte es sich hin zum politischen Kabarett, weil Politiker erfahrungsgemäß auch die meisten Ansatzpunkte  bieten.
Beim Seminar geht es in erster Linie auch darum handwerkliche Fähigkeiten zu schulen und zu vermitteln, z.B. Sprachkomik, Timing oder auch Dramaturgie eines Bühnenprogrammes.
G.B.: Wo kommt der Name „Zungenspitzerfestival" her?
T.L.: Meine Kollege und Freund Micheale Feindler, der ebenfalls in Waldbach auftritt hatte ein ähnliches Angebot bereits vor 12 Jahren einmailig gestartet und der Begriff ist eingängig und prägnant zugleich, weswegen er mir freundlicherweise die Nutzung gestattet hat.
G.B.: Wie kommt man auf eine Kirche als Veranstaltungsort für ein Kabarett- und Comedyfestival?
T.L.: Kirche und Kabarett ist bundesweit gar nicht mal so selten oder unüblich. Mir ist die Kirche als offener Ort seit meienr Jugend bekannt und deswegen die Anfrage beim Kirchengemeinderat, der erfreulicherweise sein Okay gegeben hat. Wir freune uns darauf diesen scheinbaren Kontrast Kirche und Comedy interessant und vielschichtig zusammen zu bringen.  
G.B.: Herr Lucke, warum glauben Sie brauchen die Menschen Kultur, gerade in dieser Zeit?
T.L.: Wir alle müssen und wollen wieder zu Leichtigkeit zurückfinden. Kabarett und Comedy bedienen diese Leichtigkeit in besonderer Weise, wobei die kurzweilige comedy-Ausrichtung hier etwas näher dran ist, das Kabarett auch mal schwere Themen verarbeiten kann. Insgesamt spüre ich eine glückliche Dankbarkeit bei den menschen, dass die Kultur wieder zurück kehrt.
G.B.: Wie waren ihre Corona-Monate ohne Auftritte  und wie groß ist die Freude jetzt wieder auftreten zu können?
T.L.: In erster Linie langweilig. Als politischer Kabarettist lebt man von der Aktualität. Ich habe noch alle zwei Wochen eine Kolumne in Berlin verfassen können, so dass ich schon immer wieder neu gefordert war.  Ich war immer der Meinung, dass Kabarett ein sicherer Beruf sein könnte, da man niemals glaubte, dass alles wegfallen könnte. Manchmal fällt ein Auftritt aus, aber niemals hätte man sich träumen lassen, dass Kulturveranstaltungen überhaupt nicht mehr möglich sein könnten. Jetzt freue ich und meine Kollegen uns sehr, endlich wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. Wir wollen die Menschen wieder erreichen. Lachen ist ein Refelex des Körpers und Lachen soll der, der Lachen muss ;-)
G.B.: Herr Lucke wir danken für das Gespräch und freuen uns auf tolle Abende in Waldbach!

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