Budaörs
Partnerschaft mit der Stadt Budaörs in Ungarn
Die westlich gelegene Vorstadt der ungarischen Hauptstadt Budapest mit zirka 30 000 Einwohnern erstreckt sich auf eine Gesamtmarkungsfläche von 2 300 ha. Ein großes Naturschutzgebiet ( 295 ha ) bietet ein schönes Naherholungsgebiet...
Seit 1989 besteht unsere Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Budaörs. Regelmäßige Kontakte mit Vereinen, kulturellen Trägern und der Gemeindeführung haben für Budaörs und Bretzfeld eine positive Entwicklung zum gegenseitigen Verständnis und Kulturaustausch im Sinne der Europäisierung mit sich gebracht. Selbst persönliche Freundschaften sind daraus erwachsen.
Artikel aus dem Ungarndeutschen Wochenblatt, Neue Zeitung: "Vor achtzig Jahren begann der erzwungene Abschied"
Artikel von Dr. Katalin Gajdos-Frank Katalin zum Gedenkmarsch am 08. Februar 2026
„Wir haben eine Heimat in Budaörs und wir haben eine Heimat in Bretzfeld“ – Erinnerung an die Kinder und Enkelkinder der Zeitgenossen
Vor 80 Jahren, am 19. Januar 1946, fuhr der erste Zug mit den vertriebenen Deutschen aus Ungarn in Budaörs ab. An diese traurigen Ereignisse wurde zwischen dem 14. und 19. Januar in Budaörs und am 8. Februar in Bretzfeld in würdiger Weise erinnert. Dieser Artikel befasst sich mit Letzterem.
Die gemeinsam vom Heimatverein Budaörs und der Gemeinde Bretzfeld organisierte Gedenkfeier am 8. Februar wurde von mehr als 150 Menschen besucht. Am Bahnhof von Bretzfeld begrüßten Theresia Mann, Vorsitzende des Heimatvereins, und Bürgermeister Martin Piott die Gäste. „Beleidigt, entehrt, ihrer Identität beraubt, enteignet und entwurzelt, mit nur wenigen Habseligkeiten aus ihren Häusern vertrieben, gewaltsam in Güterwagen transportiert“, zählte Theresia Mann auf, was mit ihren Vorfahren geschehen war, welches Schicksal sie ereilt hatte. Bürgermeister Piott betonte in seiner Gedenkrede, wie wichtig diese Gedenkfeiern auch heute noch sind: „Bewahren wir die Erinnerungen in unseren Herzen und setzen wir die gute Zusammenarbeit fort.“
Vor dem Bahnhofsgebäude kamen auch wir, die Kinder und Enkelkinder der Zeitzeugen, zu Wort: Irene Sadzio vom Museum in Bretzfeld, Harald Milbich vom Heimatverein und ich selbst konnten alle über das Schicksal der Deutschen in Budaörs berichten, und dann überbrachte ich die Grüße der Stadt Budaörs, des BNNÖ, des Jakob-Bleyer-Heimatmuseums und der Deutschen in Ungarn.
Von dort aus führte uns unser Weg in einem Gedenkzug zum Museum, wo vor 80 Jahren die Vertriebenen ankamen. Angeführt von Teilnehmern in traditionellen Trachten und mit alten Koffern in den Händen machten wir die Geschichte unserer Vorfahren sichtbar – so wie es auch am 16. Januar in Budaörs beim Gedenkmarsch zur Vertreibung (bei uns von der Kirche bis zum Bahnhof von Budaörs) geschehen ist.
Wir müssen mit Menschen in Not „mit viel Geduld und großer Liebe“ umgehen. Das ist auch heute noch eine wichtige Botschaft! Nach dem Gebet und dem Segen begann das bewegende, schöne und abwechslungsreiche Programm mit Theater, einer Podiumsdiskussion und Auftritten der Schüler. Ein großes Dankeschön geht an die Schauspieler des Deutschen Bayerischen Theaters (DBU) Kata Lotz und Ágnes Wessely, die mit ihrer musikalisch-theatralischen Lesung „Gegen das Vergessen” das Gedenkprogramm bereichert haben, sowie den Schülern der Bleyer-Jakab-Schule und der Lehrerin Judit Glöckner, die mit dem Lied „Wunder gescheh’n”/ Wunder geschehen” mit Liedern und Fotos einen bewegenden Abschluss des Nachmittags gestalteten.
Die Gespräche auf der Bühne zwischen den beiden Aufführungen mit Bürgermeister Piott, Pater Helmut Nohanowitsch und Harmut Frankkal, der 40 Jahre lang als örtlicher Beauftragter tätig war, moderiert von Theresia Mann, gaben uns noch mehr Einblick in die Jahrzehnte nach der Deportation und Ankunft. Ich habe mich von Herzen gefreut, dass an der Gedenkfeier Zeitzeugen, echte Legenden aus Budaörs, wie Frau Ostfalk, Frau Deigner, Herr Kruck, Herr Herzog, Herr Posch (der liebe Joki), Tante Lizi Deininger (die mit ihren Geschichten zur Entstehung von „Schwere Gepäckstücke” und „Der zauberhafte Aprikosenkern” beigetragen hat) und Andreas Ritter (dessen Fotosammlung, Filmaufnahmen und Wörterbuch des Budaörser Schwabendialekts unser Museum bereichern) an der Gedenkfeier teilnahmen!
Vielen Dank, liebe Landsleute, dass wir so viel Wertvolles von Ihnen erhalten haben, und herzlichen Dank, liebe Theresia Mann (Hauptorganisatorin der Gedenkfeier), für die unvergesslich schönen Momente! Wie Bürgermeister Piott sagte: „Wir haben eine Heimat in Budaörs und wir haben eine Heimat in Bretzfeld.“
Verfasst von: Dr. Katalin Gajdos-Frank (mit schwäbischen Wurzeln aus Budaörs)
-- frei ins Deutsche übersetzt --
Nachrichten aus Budaörs | Oktober 2025 – Januar 2026
Pädagogiktag
3. November 2025
Die Stadtverwaltung von Budaörs organisiert seit Jahren eintägige Fortbildungen für lokale Pädagogen. Das Ziel des Pädagogiktags ist es, Pädagogen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zu bieten und ihnen durch Fachvorträge zu helfen, sich die neuesten Erkenntnisse im Bildungsbereich anzueignen. Der Tag wurde mit zwei Plenarvorträgen eröffnet. Anschließend konnten sich die Teilnehmer in verschiedenen Sektionen Vorträge zu unterschiedlichen Themengebieten anhören.
Wittinghoff Tamás erhielt einen Lebenswerkpreis vom Ungarischen Kommunenverband
11. November 2025
In der Vorstandssitzung des Ungarischen Kommunenverbands wurde ein Lebenswerkspreis an Wittinghoff Tamás überreicht.
"Tamás ist seit 1991 Bürgermeister von Budaörs, und er arbeitet seit nunmehr drei Jahrzehnten unermüdlich an der Entwicklung der Stadt und an der Förderung derer Gemeinschaft. Unter seiner Führung wurde Budaörs zu einer der erfolgreichsten und lebenswertesten Gemeinden, wo Transparenz, Gemeinschaftsgeist und Nachhaltigkeit immer eine besondere Rolle hatten. steht er konsequent für die Stärkung des Kommunalwesens, die Selbständigkeit lokaler Gemeinschaften, sowie für eine gerechte und berechenbare Verteilung von Ressourcen.
Sein Wirken ist durch Glaubwürdigkeit, Berufsengagement und eine Verantwortung für die Gemeinschaft gekennzeichnet.”
Preisverleihung und feierliche Sitzung des Stadtrats
10. Dezember 2025
Der 1991 ins Leben gerufene Titel „Ehrenbürger” ging an József Joósz, den Vorsitzenden des Freundeskreises Bretzfeld–Budaörs, der sich seit der Gründung aktiv für den Aufbau der Städtepartnerschaft zwischen Bretzfeld und Budaörs einsetzt und der die Pflege und Erhaltung der deutschen Traditionen und der deutschen Sprache für besonders wichtig hält. Darüber hinaus hat er sich auch um die Inszenierung der Passionsspiele von Budaörs verdient gemacht. Für seine Rolle im Kulturleben von Budaörs, im Alltag der lokalen deutschen Nationalität und in der Pflege der Partnerschaft mit Bretzfeld.
Szabolcs Balczer wurde mit dem Hauser József-Kulturpreis ausgezeichnet, den die Stadtverwaltung zur Würdigung herausragender Leistungen für die Entwicklung des Kulturlebens der Stadt ins Leben gerufen hat. Szabolcs Balczer ist bekannt für seine Arbeit im Heimatmuseum und im Organisationsteam der Passionsspiele von Budaörs sowie für die Organisation der Frühjahrs-Jugendtage der nationalen Minderheiten.
Nationaler Gedenktag zur Vertreibung – zum 80. Jahrestag der Vertreibung der Ungarndeutschen
16. Januar 2026
Anlässlich des 80. Jahrestages der Vertreibung nahmen die Bürgermeister Martin Piott und Tamás Wittinghoff an einer Gedenkfeier in der deutschen Grundschule Bleyer Jakab teil und legten gemeinsam einen Kranz nieder.
Später nahmen die beiden Bürgermeister auf dem Templom tér (Kirchenplatz) an der Eröffnung des Gedenkmarsches teil, bei dem die Teilnehmer bis zur Gedenktafel am Bahnhof gingen.
Die beiden Bürgermeister gingen beim Gedenkmarsch eine kurze Strecke mit, legten dann durch eine stille Kranzniederlegung und Anzündung einer Kerze im Alten Friedhof am Denkmal für die deutschen Vertriebenen ihre Ehrerbietung nieder.
Am Montag, dem 19. Januar, legten die Bürgermeister von Bretzfeld und Budaörs bei der von der Regierung organisierten zentralen Gedenkfeier gemeinsam einen Kranz nieder. Anschließend nahmen sie an der Gedenkfeier in der römisch-katholischen Kirche in Budaörs teil, wo Tamás Wittinghoff in seiner Rede der tragischen Ereignisse vor 80 Jahren gedachte.
Weihnachtsgrüße aus Budaörs
Liebe Bretzfelder Freunde,
dieses Jahr war besonders wichtig für Bretzfeld, denn das fünfzigjährige Jubiläum hat auch im Leben einer Gemeinde einen besonderen Stellenwert.
Es war eine große Freude für uns, dass der Männergesangsverein Geddelsbach im Mai in Budaörs aufgetreten ist und mit seinem Programm einen großen Erfolg gelandet hat.
Mit dem Offenen Chor Budaörs haben wir unvergessliche Tage rund um die Jubiläumsfeierlichkeiten 50 Jahre Bretzfeld verbracht. Wir konnten alte Bekannte wiedersehen und eine Verbindung mit sehr guter Energie hat sich auch zwischen den beiden Chören entwickelt.
Wir sehen uns 2026 in Budaörs bestimmt, denn nächstes Jahr wird unsere Stadt 40 Jahre Stadtrang feiern. Wir werden im Januar eines traurigen Ereignisses mit Würde gedenken. Vor 80 Jahren wurde ein Teil der Bevölkerung von Budaörs vertrieben und diese Menschen haben ein neues Leben in Deutschland angefangen.
Ich wünsche Ihnen, dass 2026 ein erfolgreiches und glückliches Jahr sein wird!
Ich wünsche jedem Menschen in Bretzfeld friedliche und frohe Weihnachten und ein erfolgreiches Neues Jahr!
Wittinghoff Tamás
Nachrichten aus Budaörs I Dezember 2025
In der Vorstandssitzung des Ungarischen Kommunenverbands wurde ein Lebenswerkspreis an Wittinghoff Tamás überreicht.
Der Ungarische Kommunenverband schrieb über seine Tätigkeit:
„Tamás ist seit 1991 Bürgermeister von Budaörs, und er arbeitet seit nunmehr drei Jahrzehnten unermüdlich an der Entwicklung der Stadt und an der Förderung derer Gemeinschaft. Unter seiner Führung wurde Budaörs zu einer der erfolgreichsten und lebenswertesten Gemeinden, wo Transparenz, Gemeinschaftsgeist und Nachhaltigkeit immer eine besondere Rolle hatten.
Als Bürgermeister und Vorstandsmitglied des Ungarischen Kommunenverbands steht er konsequent für die Stärkung des Kommunalwesens, die Selbständigkeit lokaler Gemeinschaten, sowie für eine gerechte und berechenbare Verteilung von Ressourcen.
Sein Wirken ist durch Glaubwürdigkeit, Berufsengagement und eine Verantwortung für die Gemeinschaft gekennzeichnet - der Lebenswerkpreis eine würdige Anerkenneung dieses jahrzehntelangen und aufopfernden Einsatzes.“
Nachrichten aus Budaörs | Januar–September 2025
Neuer Schulbus in Budaörs
Am 1. September 2025 startete in Budaörs testweise ein neuer Schulbusdienst, den die Stadt auf vier Strecken eingeführt hat, um den Schülern den Schulweg zu erleichtern und um auch die Belastung durch das Verkehrsaufkommen morgens zu verringern.
Seit der Einführung bitten wir die Eltern kontinuierlich um Rückmeldung, denn es ist für uns wichtig, dass der Service wirklich den lokalen Bedürfnissen entspricht. Die bisherigen Erfahrungen sind ermutigend: Die Fahrten funktionieren gut und haben vielen Familien das Leben erleichtert.
Die Abstimmung über das erste gemeinschaftliche Budget von Budaörs (mit einem Budget von 100 Millionen Forint, etwa 250 000 €) hat begonnen
Im ersten Halbjahr gingen zahlreiche Vorschläge aus der Bevölkerung zum ersten gemeinschaftlichen Budget von Budaörs ein. Die Ideen wurden einer mehrstufigen Bewertung unterzogen – zunächst wurden sie von den Mitarbeitern der Behörde bewertet, anschließend gab eine Arbeitsgruppe aus freiwilligen Einwohnern von Budaörs ihre Meinung zu den Ideen ab.
Als Ergebnis des mehrstufigen Bewertungsprozesses wurden insgesamt 20 Vorschläge in zwei Kategorien auf den Stimmzettel gesetzt. Die Abstimmung begann.
Kategorie „Kleine Projekte”: Ideen, deren Umsetzung mindestens 500.000, jedoch höchstens 5 Millionen Forint kostet (1250 bis 12 500 €).
Kategorie „Großprojekte”: In diese Gruppe fallen Vorschläge, deren Umsetzung mehr als 5 Millionen, jedoch höchstens 30 Millionen Forint kostet (12 500 bis 75 000 €).
Im September sind die Einwohner von Budaörs am Zug: Sie wählen aus, welche Ideen in unserer Stadt umgesetzt werden!
Instandhaltungsarbeiten auf dem deutsch–ungarischen Militärfriedhof – Zusammenarbeit mit deutschen Soldaten
Vom 5. bis 14. August 2025 führten Soldaten der deutschen Bundeswehr und ungarische Reservisten gemeinsam Instandhaltungsarbeiten auf dem deutsch-ungarischen Militärfriedhofdurch. Während der neuntägigen Aktion kümmerten sich die Soldaten um die Pflege der Gräber und Gedenkstätten. Zum Abschluss ihrer Arbeit fand am 14. August eine stille Gedenkfeier auf dem Militärfriedhof statt.
Das Programm wird vom Logistikkommando der Bundeswehr organisiert, das in Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens ansässig ist.
Richtfest im „Pagony“ Kindergarten in Farkasrét
Ende August 2025 wurde feierlich der Richtkegel auf dem neuen Gebäude des Pagony Kindergartens aufgestellt. Die Richtfestfeier signalisiert traditionell, dass das Gebäude seinen höchsten Punkt erreicht hat – sie ist gleichzeitig ein Symbol der Hoffnung und der Gewissheit: Der Bau schreitet gut voran und die Fertigstellung rückt immer näher. Das Gebäude wird teilweise aus Fördermitteln, die im Rahmen einer Ausschreibung gewonnen wurden, und teilweise aus Eigenmitteln realisiert.
Der Kindergarten Pagony wird komplett neu gebaut: In der modernen, geräumigeren und nachhaltigeren Einrichtung werden sechs Gruppenräume, ein Sportsaal, ein moderner Hof und zahlreiche neue Entwicklungsräume auf die Kinder warten. Dank der Investition entstehen auch neue Arbeitsplätze. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2026 fertig gestellt, sodass der Kindergartenbetrieb ab dem nächsten Schuljahr im neuen Gebäude aufgenommen werden kann.
Nachrichten aus Budaörs | Oktober-November 2024
40 Jahre Pro-Musica-Chor – Konzert im Festsaal
Am Sonntag, dem 24. November 2024 um 18 Uhr findet das Jubiläumskonzert des Pro-Musica-Chors im Festsaal des Budaörser Rathauses statt. Der Chor feiert damit sein vier Jahrzehnte langes Bestehen.
Kossuth Lajos utca erneuert
30. Oktober 2024
Die Erneuerungsarbeiten der verkehrsstarken Kossuth Lajos utca in Budaörs wurden fertiggestellt. Nicht nur eine Straße mit angemessener Belastbarkeit wurde an Stelle des veralteten, schwach gewordenen Asphaltbelags gebaut, sondern die Benutzung der Straße wurde auch für Radfahrer und Fußgänger sicherer. Im Projekt Modernisierung von Straßen innerhalb Ortsgrenzen (Förderprogramm-Nr. TOP_PLUSZ-1.2.3-21-PT1) erhielt die Kommune der Stadt Budaörs EU-Fördergelder in Höhe von 249,94 Millionen Forint (612 400 Euro).
Eine sicherere Benutzung mit nachhaltigen Verkehrsmitteln auf zwei Rädern wurde mit radfahrerfreundlichen Lösungen gefördert, sowie auch der Barrierefreiheit wurde besonders Rechnung getragen.
Der Ausbau von Grünflächen war auch ein wichtiger Aspekt: Strauche und Bäume wurden angepflanzt, wodurch es mehrere Plätze mit Schatten in der Stadt angelegt wurden.
Auf der Kossuth Lajos utca gibt es mehrere Unternehmen und Institutionen: Apotheke, Kindergarten, Friedhof, Gesundheitszentrum, sowie in einem Umkreis von 500 Metern gibt es auch eine Schule und eine Kirche.
Berufliche Entwicklung und Erfahrungsaustausch am Tag der Pädagogik
Die Kommune der Stadt Budaörs veranstaltet seit Jahren eintägige berufliche Weiterbildungsprogramme für die Pädagogen in der Stadt. Der Zweck des Tages der Pädagogik ist, den Lehrkräften eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch zu bieten und ihnen mit Expertenvorträgen beim Kennen lernen der aktuellsten Kenntnisse im Bereich Bildung zu helfen. Dieses Programm hat am 4. November 2024 stattgefunden.
Nach zwei Impulsvorträgen für das Plenum ging der Tag mit Vorträgen in Sektionen weiter, wo sich die Teilnehmer je nach ihren im Vorfeld registrierten Fachbereichen Vorträge anhören konnten. Es wurden insgesamt 14 Vorträge in unterschiedlichen Themen gehalten, alle von anerkannten Experten, somit konnten alle Teilnehmer einen Einblick in das für sie am relevantesten Thema gewinnen.
Theaterstück der Deutschen Bühne Ungarn über die Flüchtlingsvertreibung in Szekszárd
Auf Initiative des Heimatvereins Budaörs von Frau Teresia Mann kam es nach einem Austausch mit Frau Katalin Lotz, der Intendantin der Deutschen Bühne Ungarn zur Idee eines Theaterstückes über die Vertreibung der Ungarndeutschen nach dem 2. Weltkrieg. Da dieser historische Umstand ein wesentlicher Teil der jüngeren Geschichte der Gemeinde Bretzfeld ist und wir durch die vielen ungarischen Flüchtlinge und deren Nachkommen und das Heimatmuseum und natürlich durch die Freundschaft mit Budaörs, wo die damaligen Vertreibungen Ihren logistischen Anfang hatten, auch heute noch einen unmittelbaren Bezug zu diesem Thema haben, wird dieses Projekt von der Gemeinde Bretzfeld aktiv unterstützt.
Corona bedingt kam es hier leider auch zu Verzögerungen und durch einen akuten Krankheitsausfall konnte die für Ende Februar vorgesehene Premiere bei der Deutschen Bühne Ungarn im wunderschönen Weinbaustädtchen Szekszárd nun erst Ende März stattfinden. Bürgermeister Martin Piott und Frau Teresisa Mann nahmen die Einladung zur Premiere gerne an (näherer Bericht unter Heimatmuseum) und zwischenzeitlich fanden nun auch bereits Aufführungen in Budaörs und Bretzfeld statt. Die traurige geschichtliche Realität wurde vom Ensemble in beeindruckender Art und Weise auf Deutsch in einer Kombination aus Theater auf der Bühne und realem Spiel in Außendarstellungen mithilfe eines modernen Audiowalks in ganz hervorragender Weise szenisch umgesetzt.. Hier geht der Dank an die Museumsleiterin Frau Mann vom Heimatverein und die Intendantin Frau Lotz von der Deutschen Bühne Ungarn, die diese Idee zusammen generierten und einen sehr hohen persönlichen und fachlichen Einsatz in die Umsetzung stecken. Ein wahrhaft spannendes Projekt und sicherlich auch geeignet den jüngeren Generationen diesen Teil der Geschichte und unserer Heimatgeschichte näher zu bringen.
Heimatverein Wudersch/Budaörs
Schon seit vielen Jahren treffen sich die ehemaligen Bürger von Budaörs, die 1946 vertrieben wurden und in aller Welt eine neue Heimat gefunden haben, in der gastfreundlichen Gemeinde Bretzfeld.
Alljährlich richtet der " Heimatverein Wudersch / Budaörs " den " Kiritog " (Patrozinum der Heimatkirche) im Mai und das "Heimat- und Jahrgangstreffen mit Herbst - Schwabenball" im September in Bretzfeld aus. Bretzfeld wurde somit kulturelle, gemeinsame Heimat der Budaörser. Aus dieser Verbindung konnte mit großzügiger Unterstützung durch die Gemeinde Bretzfeld das " Budaörser Heimatmuseum Bretzfeld " im alten Schulhaus in Bretzfeld verwirklicht werden.
Budaörser Heimatmuseum in Bretzfeld
Gesammelt werden ausschließlich Exponate aus der einst großen deutschen Wein- und Pfirsichbaugemeinde Budaörs. Zu den Beständen zählen Volkstrachten ( auch als Großfiguren ), Zeugnisse des Musik- und Gesangslebens, des gesellschaftlichen und religiösen Lebens, des Schul- und Kindergartenwesens, ferner von Passionsspielen (vorwiegend in Bilddokumenten ). An weiteren Sachgütern verfügt das Museum über eine Budaörser Bauernstube, Handwerks- und Haushaltsgeräten, einer Porzellansammlung sowie sakralen Gegenständen und einem Fluchtwagen.
Das Heimatmuseum bietet neben einer Dauerausstellung themenbezogene Sonderausstellungen. Die bisherigen Sonderausstellungen wurden außer in Bretzfeld auch im Heimatmuseum in Budaörs in Ungarn gezeigt
Das Budaörser Heimatmuseum, in der Poststraße 2 in Bretzfeld, ist an jedem 1. Sonntag im Monat von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und nach Anmeldung geöffnet.
Führungen nach Vereinbarung mit Irene Sadzio Telefonnummer: 07941 36244 oder Theresia Mann Telefonnummer: 07267 1515 oder per E-Mail.







