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„Die Vergangenheit trifft die Zukunft in der Gegenwart"

Autor: Frau Seiler
Artikel vom 19.11.2018

Voller Erfolg beim „Tag der offenen Tür", am 04.11.2018, im Heimatmuseum Budaörs in Bretzfeld, in Kooperation mit dem Jugendhaus.

Das Thema: „Die Vergangenheit trifft die Zukunft in der Gegenwart", das sich aktuell weltweit widerspiegelt, ließ Landsleute, Mitglieder und Gäste aus nah und fern in unser Haus strömen. Viele Bekannte, Verwandte und Freunde waren unter ihnen, zusammen mit ihren Kindern und Enkelkindern.   

Theresia Mann, Museumsleiterin, begrüßte die überwältigend große Schar der Anwesenden, die der Einladung des Museumsarbeitskreises gefolgt waren. Besonders brachte sie ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass unsere mit ihrer Familie aus Budaörs angereiste Freundin Dr. Katalin Gajdos - Frank, Direktorin des Jakob Bleyer Heimatmuseum in Budaörs, die weite Reise nach Bretzfeld nicht gescheut hat. Weitere Grußworte galten Herrn Sickinger, ehem. Bürgermeister von Bretzfeld mit Gattin, Herrn Jörg Till, Vorstandsmitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn (LDU), der Jugendreferendarin des Jugendhauses Julia Krämer, der Fotografin Alessa Panorotto, den Trachtenträgerinnen sowie allen Helfern und Mitwirkenden.

In ihrer Rede hob Theresia Mann den Wunsch und das Ziel hervor, die im Museum dokumentierte Vergangenheit, die Tragik, das Elend, die zerstörten Existenzen und Schicksale, die unsere Vorfahren haben erleben und aushalten müssen, in Erinnerung zu behalten, und die verheerende Wirkung daraus als Mahnung hinaus zu tragen.

Der Vorsitzende Jakob Posch schloss sich im Namen des Heimatverein der Begrüßung an. Sein besonderer Gruß ging ebenfalls an Dr. Katalin Gajdos – Frank mit ihrer Familie, Herrn Sickinger, ehem. Bürgermeister von Bretzfeld mit Gattin und Herrn Jörg Till, Vorstandsmitglied der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn (LDU). Er wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf und viel Erfolg.

Dr. Katalin Gajdos–Frank bedankte sich für die Einladung ihrer „Kollegin" Theresia Mann. Sie und ihre Familie sind gerne gekommen und wollten unbedingt mit uns dieses großartige Ereignis feiern, wie sie sagte. Die Verbindung zu den hier lebenden Menschen, die einst aus ihrer Heimat Ungarn brutal vertrieben wurden oder flüchten mussten, sei ihr eine Herzensangelegenheit und sehr wichtig. „Ich fühle mich wie in einer großen Familie aufgenommen und zuhause". Ihr Wunsch gleicht dem von Theresia Mann, „ihren" Museumsbesuchern in  Budaörs die Vergangenheit nahe zu bringen und für Aufklärung sensibel zu machen. Stolz berichtete sie, dass das inzwischen renovierte Jakob Bleyer Heimatmuseum in Budaörs, von 400 Museen den 1. Preis erhalten hat. 

Nach der Begrüßung und dem Austausch der Geschenke, wurden die durch das Museumsteam mit viel Fleiß und neuen Ideen umgestalteten Räume interessiert besichtigt. Lob und Anerkennung war aus jeder Ecke zu hören. Die aus der Vergangenheit unzählig vielen Bilder, Exponate, sowie Schrift - und Hinweisschilder wurden aufmerksam betrachtet und gelesen. Sie erklärten, erläuterten, informierten und forderten zur Auseinandersetzung des Themas auf. Der Schmerz spiegelte sich in vielen Gesichtern leidvoll wider. Viele kleine Gruppen diskutierten eifrig miteinander.

Von den angebotenen ungarischen Köstlichkeiten wurde reger Gebrauch gemacht, die Helferinnen in der Küche kamen mit dem Nachschub kaum nach.           

„Budaörser  Madel" mischten sich unter die Gäste und erklärten die Besonderheiten ihrer zur Schau getragenen Tracht. 

Im duftenden Weinkeller wurden auserlesene ungarische Weine von zwei feschen Burschen im „Stifigwand" ausgeschenkt, und dazu deftige Schmankerl gereicht. 

Das Gemeinschaftsprojekt mit den Jugendlichen des Jugendhauses Bretzfeld, welche unsere Gäste mit Kaffee und Kuchen verwöhnten, war gelungen. Die Fotoausstellung der jungen Fotografin Alessa Panorotto, stellte den Gegensatz zur Ausstellung Vergangenheit, im Museum dar. Ihre Fotografien zeigen Expressionen der Gegenwart und setzen zarte, zerbrechliche und schützenswerte Individuen in Szene, was dem Betrachter zunächst Rätsel aufgibt. Erst nach stillem, tiefem Eintauchen und Hinsehen, lassen sich die fantastischen Wunderwerke der Schöpfung zuordnen. Diese gilt es zu schützen und muss unser aller Auftrag für die Zukunft sein. Wir haben nur eine Erde, auf der wir nur einmal leben!

Im Namen der Vorsitzenden und der Vorstandschaft des Heimatverein Budaörs darf ich mich bei allen Landsleuten, Mitgliedern, Gästen, Freunden, Besuchern und Gönnern für ihr Kommen bedanken, sowie bei allen Beteiligten, die ehrenamtlich oder auf andere Art und Weise zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Hervorzuheben sei an dieser Stelle Theresia Mann mit ihrem Museumsarbeitskreis, welche diese Mammutaufgabe bravourös gemeistert haben. „Herzliches vergelt’s Gott“! 

Annemarie Butz
Schriftführerin des Heimatverein Budaörs, Bretzfeld

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