Aktuelles
„Jeder Quadratmeter zählt“ für Insekten und Vögel
Erstelldatum06.03.2026
Bündnis „Gutes Klima für Hohenlohe“ initiiert Aktion zur Unterstützung der Biodiversität

Hohenlohekreis. Ob im eigenen Garten, auf dem Firmengelände, an Schulen, Kitas, kirchlichen Einrichtungen oder Vereinsflächen: Schon ein Quadratmeter naturnah gestalteter Boden kann wertvollen Lebensraum und Nahrung für Insekten, Vögel und andere Tiere bieten. Zu Beginn der Gartensaison steht die Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume im Mittelpunkt der Aktion „Jeder Quadratmeter zählt“. Initiator ist das aus vielen Vereinen und Institutionen bestehende Bündnis „Gutes Klima für Hohenlohe“, das bereits an einer Neuauflage einer Aktionswoche vom 2. bis 10. Mai 2026 unter der Schirmherrschaft von Landrat Ian Schölzel arbeitet.
Das Planungsteam legt in diesem Jahr einen der Schwerpunkte auf das Thema Biodiversität und lädt schon jetzt alle Hohenloher Bürgerinnen und Bürger ein, selbst aktiv zu werden und mit Beginn der Vegetationszeit Flächen ökologisch aufzuwerten. Ziel der Aktion ist es, möglichst viele solcher kleinen Beiträge sichtbar zu machen und zu zeigen, wie viel Wirkung gemeinsames Handeln entfalten kann. „Die Aktion ‚Jeder Quadratmeter zählt‘ zeigt eindrucksvoll, dass aktiver Natur- und Klimaschutz direkt vor unserer Haustür beginnt. Jeder Beitrag macht einen Unterschied – schon kleine naturnahe Flächen schaffen wertvollen Lebensraum für Tiere und Pflanzen und stärken die Biodiversität in unserem Landkreis. Ich freue mich, die Aktionswoche vom 2. bis 10. Mai 2026 als Schirmherr zu begleiten und lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich zu beteiligen. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für ein gutes Klima in Hohenlohe“, erklärt Landrat Ian Schölzel.
Ein Beet für mehr Artenvielfalt kann fast überall entstehen: im Rasen, anstelle eines Schottergartens, in einem oder mehreren Pflanzkübeln, in einem Blumen- oder Pflanzstreifen, an einer Baumscheibe oder Hecke – sogar auf dem Dach einer Mülltonnenbox. Ob im Garten oder auf dem Balkon: Diese kleinen naturnahen Flächen wirken wie Trittsteine in der Landschaft. Sie verbinden Lebensräume miteinander und helfen bedrohten Tieren, neue Nahrung und Rückzugsorte zu finden.
Zur Unterstützung stehen allen Interessierten kostenlose Pflanzanleitungen und Ideen für unterschiedliche Standortbedingungen – etwa sonnig, schattig, trocken oder feucht – zur Verfügung. Diese zeigen, wie Flächen einfach, fachlich fundiert und nachhaltig gestaltet werden können. Die Materialien entstanden in Kooperation mit der Initiative NaturRaumGarten und können ab sofort kostenfrei und formlos per E-Mail angefordert werden.
Dank der Unterstützung der RETERRA Erden Süd GmbH gibt es für Schulen, Kindergärten und kirchliche Einrichtungen im Hohenlohekreis ein begrenztes Kontingent an kostenlosen Pflanzen und Substrat. Private, Betriebe und andere Organisationen können die Aktion unabhängig davon umsetzen und die Pflanzanleitungen frei nutzen.
Alle Teilnehmenden sind eingeladen, ihre umgesetzten Flächen zu fotografieren und die Bilder bis zum 30. April 2026 per E-Mail einzureichen. Die vielfältigen Ergebnisse aus der Region werden im Rahmen der Aktionswoche Anfang Mai 2026 präsentiert und zeigen dann eindrucksvoll, wie Engagement für Biodiversität in Hohenlohe aussieht.
Tipps und Hinweise für eine naturnahe Umsetzung
Die beste Zeit zum Pflanzen ist im Frühjahr, von März bis etwa Mitte Mai. Viele Gärtnereien, die Wildstauden anbieten, haben ein begrenztes Kontingent. Beliebte Pflanzen sind oft schnell vergriffen. Deshalb ist es sinnvoll, frühzeitig zu bestellen. Ab Anfang März werden die Pflanzen in der Regel ausgeliefert. Beim Kauf lohnt es sich, auf Bio-Wildstauden zu achten. Diese werden ohne oder mit deutlich weniger schädlichen Pflanzenschutzmitteln gezogen und sind damit besser für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge. Empfehlenswert ist außerdem ein regionaler Bezug, da heimische Pflanzen gut an das jeweilige Klima und die Böden vor Ort angepasst sind.